Bernd Alois Zimmermann: Presence / Intercommunicazione
Charakteristisch für viele Werke Bernd Alois Zimmermanns ist die Simultaneität unterschiedlicher musikalischer Abläufe. Dies bildet den Kern dessen, was Zimmermann selbst als pluralistisches Komponieren bezeichnete. In diesem Zusammenhang erklärte er, wesentliche Ideen seines Komponierens verdankten der Entwicklung der modernen Dichtung (James Joyce und Ezra Pound) und der modernen Malerei (vor allem der Surrealisten) stärkere Impulse als der zeitgenössischen Musik. Zu den ersten Stücken, in denen solche Einflüsse spürbar sind, zählt die Komposition "Présence", ein Werk für Klaviertrio, das jedoch die Gattungsgrenzen bewusst überschreitet. Beteiligt an den Szenen sind Don Quichotte (aus dem Roman von Cervantes), Roi Ubu (aus dem Theaterstück Alfred Jarrys) und Molly Bloom (aus dem "Ulysses" von Joyce), die - "repräsentiert" durch jeweils ein Instrument - in eine fiktive Kommunikation miteinander treten. Eine Kommunikationssituation, die sich bewusst Konflikten aussetzt, kennzeichnet auch die Komposition "Intercomunicazione", die Zimmermann als Fortsetzung des sieben Jahre zuvor entstandenen Klaviertrios verstand. Aus dem Dialog der beiden "unvereinbaren" Instrumente erwächst eine musikalische Wirklichkeit, die das Vorhandensein des Zeitempfindens vergessen machen möchte - und deren Reduktionismus entschieden mehr anbieten will als eine Gelegenheit behaglicher Versenkung.
专辑歌曲列表
-
德语 大小:4.58 MB
-
德语 大小:3.25 MB
-
德语 大小:5.54 MB
-
德语 大小:4.9 MB
-
德语 大小:10.6 MB
-
德语 大小:24.6 MB

